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Die Schlossgeschichte

Wahrscheinlich war der Fels auf dem das Schloss Goldenstein steht schon zur Römerzeit besiedelt. Über den Erbauer und das Entstehungsjahr des Schlosses liegen keine Dokumente vor, der Kern des Schlosses stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der Name Goldenstein hat mit der Goldwäscherei zu tun, die in der nahen Salzach bis ins 18. Jahrhundert betrieben wurde. Das erste, als Besitzer urkundlich erwähnte Adelsgeschlecht ist das der Haunsperger. Der erste nachweisbare Besitzer ist Hans von Haunsperg, der 1417 als Eigentümer genannt wird. Nach seinem Tod 1449 wird sein Schwiegersohn Ritter Ulrich von Fladnitz als Eigentümer angeführt. Die Besitzer wechselten noch des Öfteren. Zu den Besitzern zählten auch Herr von Alt, der Bürgermeister von Salzburg war, Kurz von Goldenstein und Freiherr von Rehlingen.

1711 erwarb das Stift St. Peter unter Abt Placidus Mayrhauser das Schloss als Sommerresidenz. Während des restlichen Jahres diente es zur Verwaltung umliegender landwirtschaftlicher Gründe. Vom Schloss aus hatte man seinerzeit noch einen herrlichen Blick auf die Gartenanlage des Schlosses Hellbrunn. 1877 stellten die Benediktiner unter Abt Romuald Horner das Gebäude den Augustiner Chorfrauen, die infolge des deutschen Kulturkampfes unter Bismarck von Rastatt nach Salzburg kamen, zur Verfügung.

Den Klosterfrauen war und ist vor allem die Ausbildung von Mädchen ein großes Anliegen. Das gehört zum Auftrag der Gründerin des Ordens Alix Le Clerc. Am 8. Mai 1877 übersiedelten 23 Schwestern nach Goldenstein. Sie halfen mit das Schloss zu renovieren und der 6. Stock wurde zu Wohnräumen ausgebaut. 1877 kamen die ersten Kinder ins Internat, 1878 wurde eine Privat-Volksschule eröffnet, 1903 fand eine Erweiterung zur Bürgerschule mit Öffentlichkeitsrecht statt. Die Einweihung der Kapelle fand am 7. Juli 1927 statt. Im Jahr 1938 wurde die Schule durch den NS-Staat geschlossen. Während des Zweiten Weltkrieges diente Goldenstein als Asyl für Flüchtlinge, als Altenheim und als Erholungsort für Sommergäste. Im September 1947 wurde die Schule als Mädchenhauptschule wiedereröffnet.

Heute werden an der privaten Neuen Mittelschule mit Öffentlichkeitsrecht ca. 190 Schülerinnen in 8 Klassen unterrichtet. Außerdem findet in unserem Haus die Nachmittagsbetreuung der Volksschulkinder von Elsbethen statt.

Seit Sr. Regina 2004 in den wohlverdienten Ruhestand ging, leitet Herr Dir. Wolfgang Brudl die Schule. Die Schwestern sind aber weiterhin im Schulalltag integriert.